Mittwoch, Juli 29, 2009

Deutsch ist wichtig: Bosch verlegt GPS-Produktion nach Braga


Die Firma Bosch verlagert seine Produktion von intelligenten, in Neuwagen der Mittel- und Oberklasse integrierten Navigationssystemen (GPS) nach Braga. Bisher wurden sie im deutschen Werk gebaut. Das bedeutet, dass Bosch im Bereich (Auto-)Elektronik immer mehr Braga zum Hauptsitz wählt. Zudem versammelt sich nach dem Verkauf der Marke Blaupunkt alles unter dem bekannten Namen Bosch.

Schon in den letzten Tagen gab es in der Lokalpresse wiederholt Stellenausschreibungen im Bereich Vertrieb, Verwaltung und Kommunikation, die neben einer abgeschlossenen Schulbildung der Sekundarstufe zwei Bedingungen der Bewerbung in dieser Reihenfolge nannten:
1. ausgezeichnete Deutschkenntnisse in Schrift und Rede;
2. gute Englischkenntnisse in Schrift und Rede.

Die Firmenverwaltung teilte mit, dass in den nächsten Monaten insgesamt 100 neue Arbeitsplätze geschaffen werden. PR-Sprecherin von Bosch-Braga, Susana Machado, die an der Universidade do Minho Kommunikationswissenschaft mit Option Deutsch studiert hatte, teilte mit, dass die Verlagerung der Produktion und der damit verbundenen Anpassung der Logistik bis Ende des Jahres abgeschlossen sein dürfte.

Mit diesem entscheidenden Betriebsentwicklung ergeben sich auch verstärkt Motive, die Beziehung von Bosch, der Universidade do Minho und der Stadt Braga neu zu definieren. Hierzu ist ein inhaltlicher Beitrag der Firma Bosch am APEG-Forum German Studies am 6./7. November in Aussicht gestellt, um das Thema möglicher Synenergien zwischen Wirtschaft, Bildung und Kultur an diesem glokalen Fallbeispiel vor Ort unter die Lupe zu nehmen.

Montag, Juli 27, 2009

Nicht müde werden - zum 100. von Hilde Domin

Im Februar wurde ich vom "Bibliotecário de Babel" an Hilde Domin erinnert. Damals schrieb ich in einem Postscriptum: Am 27.Juli kann Hilde Domins 100. Geburtstag gefeiert werden (obgleich sie selbst sich 3 Jahre jünger machte...). Anscheinend hat sich in Portugal niemand daran erinnert, oder? In Deutschland fand ich in Die Welt einen Artikel.
Ehrlich gesagt hätte ich es auch fast wieder vergessen, wäre mir nicht die erste Ausgabe des zweisprachigen Büchleins estende a mão ao milagre (Cosmorama, Juni 2006; Übersetzung Maria José Peixoto Lieberwirth) zufällig (?) wieder in die Hände gefallen.

In Portugal hat man besonderen Grund, sich ihrer zu erinnern. Vor zehn Jahren, 1999, lernten sich Hilde Domin und Agustina Bessa-Luís kennen. Damit war der Keim gelegt für die kleine Erzählung Dominga.
Nach ihrem Tod am 22. Februar 2006 schrieb Agustina Bessa-Luís: "Lembro-me dela, e da pomba litúrgica, pomba do Espírito Santo, por cima da cama. Do vento que sacudia as janelas, das paredes forradas de livros de História, de Arte, de muitas coisas. Não sei se alguém se vai lembrar dela como eu: como o fulgor de uma vida, tranquila na sua razão de protesto e de revolta, de tudo o que faz de nós todos seres padecentes e optimistas, e poetas."

Ich erinnere mich, dass mir dieses Büchlein von Frau Nora Carvalho und der einstigen Konsulin von Porto, Frau Maria Altmann, der wir hier so viel verdanken, in die Hand gedrückt wurde, und wiederhole die Verse, die wir so gut kennen: "Nicht müde werden / sondern dem Wunder / leise / wie einem Vogel / die Hand hinhalten."

Sonntag, Juli 12, 2009

Palermo Shooting in Braga


In den Cinemas Cinemax des BragaShopping kann man noch bis zum 17.Juli den neuen Film von Wim Wenders (2008) sehen: immer um 19.15 Uhr, in der Reihe «Kultfilm».

Eine umfangreiche Filmbeschreibung gibt es in der deutschen Wikipedia.