Montag, Februar 16, 2009

Dem Wunder die Hand hinhalten

Selten haben mich Worte so sehr ergriffen wie diejenigen Hilde Domins. Sie waren in mir verschüttet und wurden mir wieder hingehalten durch die Rezension vom 7.Februar 2009 des Literaturkritikers José Mário Silva, der auch den bekannten Blog mit dem schönen Namen „Bibliotecário de Babel“ betreibt (bereits von der Deutschen Welle prämiert). Nebenbei habe ich dabei auch die Worte von Agustina Bessa-Luís über Hilde Domin kennengelernt, die ich nicht kannte (*), sowie die Kraft der Übersetzung von Maria José Peixoto Lieberwirth:

Em 1999, Agustina Bessa-Luís escreveu um texto intitulado Dominga, sobre um inverno passado em Heidelberg, na casa de uma escritora nonagenária, «que estivera a maior parte da vida no exílio» (República Dominicana) e se mantinha «extremamente lúcida», com os seus «olhos azuis de uma beleza ofuscante».
Essa mulher extraordinária e ingrata, fora do tempo, imersa na memória da devoção por Saint-Exupéry, era Hilde Domin (1909-2006) – uma singularíssima poeta alemã que o crítico Marcel Reich-Ranicki colocou fora das duas grandes correntes da poesia germânica: a «solene, sacerdotal, sacra» (de Hölderlin a Paul Celan) e a «profana e racional» (de Schiller a Brecht).
Nesta antologia, organizada e traduzida por Maria José Peixoto Lieberwirth, embora nalguns dos versos transpareça aquilo que se tornou a imagem de marca de Domin – uma escrita de protesto, de «revolta e rebelião» contra a indiferença e o conformismo; poesia de raiz judaica mas «fora de toda a regra» –, o que sobressai é o ímpeto lírico que modula a sua voz:

Tem de se conter a respiração
até que o vento amaine
e o ar desconhecido nos comece a envolver,
até que o jogo de luz e sombra,
de verde e azul,
nos mostre as estruturas antigas
e estamos em casa,
seja onde for.

Em 2006, Agustina escreve novamente sobre Domin, a propósito da sua «morte elegante»: colapso no meio da rua, depois de adquirir um par de luvas (esse «trabalho poético»). A escritora portuguesa gaba-lhe quer a «imensa força e lucidez» quer o facto de reservar, para ela própria, «um dedo de paixão, como um dedo de bebida espirituosa». E é difícil não concordar com Agustina quando deparamos com estrofes como esta:

Eu não forcei ninguém para a luz
só palavras
palavras não voltam a cabeça
elas levantam-se
imediatamente
e vão-se.

Estende a mão ao milagre
Dem Wunder die Hand hinhalten

Tradução: Maria José Peixoto Lieberwirth
Editora: Cosmorama, 2008.

P.D.: Am 27.Juli dieses Jahres kann Hilde Domins 100. Geburtstag gefeiert werden.

(*) Nachtrag: Inzwischen habe ich den Text Dominga in der zweisprachigen Ausgabe (Neuauflage Cosmorama, 2008) portugiesisch / deutsch (Übersetzung Klaus-Dieter Lieberwirth) kennen gelernt.

Mittwoch, Februar 11, 2009

Eduardo Lourenço in Hamburg und Heidelberg

1993
fand in Hamburg der vierte Kongress der Associação Internacional de Lusitanistas (AIL) statt, vor allem dank der Initiative von Fátima Brauer-Figueiredo. Daran kann ich mich so genau erinnern, als ob es gestern gewesen wäre.

Unvergeßlich, dass ich Eduardo Lourenço als presidente da mesa hatte. Seine Worte für meinen Beitrag zur „propensão dialógica na obra queirosiana“ - schmeichelhaft. Indirektes Eigenlob beiseite, bleibt auch der Festakt denkwürdig, der Lourenços 70. Geburtstag an seinem einstigen ‚Arbeitsplatz’ als Lektor, den er 40 Jahre zuvor angetreten hatte, feierte: Eugénio Lisboa konnte nicht die trockenen Worte von Prof. Rainer Hess, des ersten Präsidenten des Deutschen Lusitanistenverbandes (DLV), der soeben aus der Taufe gehoben werden sollte, so im Hörsaal verhallen lassen: Er erhob sich unter den Zuschauern, trat ans Rednerpult und sagte, dass eine so zentrale Figur des portugiesischen Geisteslebens wie Eduardo Lourenço eine andere Präsentation verdiente. Die Klischees von deutscher Steifheit und portugiesischer Herzlichkeit wurden mal wieder bestätigt...

2003
schrieb José Carlos de Vasconcelos am Vorabend des 80.Geburtstages von Eduardo Lourenço an seinem Wohnort Vence eine Mischung aus Reportage und Interview (veröffentlicht in Visão). Den Text kann man auf der Webpage von Arlindo Correia unter der Rubrik Autores nachlesen. Dort heißt es:

1953

Lourenço vai, em 1953, para a Universidade de Hamburgo, como leitor: «Se alguma vez a palavra exílio, ou auto-exílio, teve um significado para mim foi nesse primeiro ano na Alemanha e numa terra onde às três ou quatro da tarde deixava de haver sol.» Em 1954, passa para Heidelberg, depois para Montpellier (…)


Auch wenn es ihm nach Montpellier (1956) im sonnigen Brasilien (Baia) besser gefällt («Estava fascinado, mas a situação em relação à Filosofia era decepcionante»), zieht es ihn wieder zurück nach Europa.

Hamburg: Kein Sonnenlicht mehr um drei Uhr Nachmittags. Das wird wohl nicht jeden Tag so gewesen sein. Doch fördert die Dunkelheit sicher die Lektüre der Philosophie. Frage: Gibt es denn keine Studie über diese knappen zwei Lehrjahre in deutschen Landen?

In Miguel Reals Studie von 2003 zu den Lehrjahren 1945 bis 1958 lassen sich für den aufmerksamen Leser Rückschlüsse ziehen in bezug auf den Beitrag deutscher Philosophie zur Entstehung des Tragischen und des «irrealismo histórico» als «definidor do ser português».

Real hebt hervor, dass bereits in Heterodoxia I (1949) neben der Kant-Lektüre die Kreuzung von Leibniz und Hegel die Genealogie von Lourenços Denkens prägte (51-52). Dabei wird der Einfluss der Studien von Joaquim de Carvalho (u.a.: „Leibniz e a cultura portuguesa“, 1949) in Erwägung gezogen.

Ausgespart bleibt hingegen eine Konkretisierung der Verbindung von Literatur und Philosophie, die Eduardo Lourenços Essayismus auszeichnet. So spürt Paulo Borges in seinem Beitrag zum Lourenço-Kongress von 2008 der Rezeptionsbeziehung Hölderlin / Heidegger in Hinblick auf die Definition der Saudade nach.

Miguel Real (2003), Eduardo Lourenço. Os anos da Formação 1945-1958, Lisboa: Imprensa Nacional – Casa da Moeda.

Paulo Borges (2008), „Do Labirinto da Saudade ao Fio de Ariadne do Instante“ (www.eduardolourenco.com/6_oradores/oradores_PDF/Paulo_Borges.pdf)

Freitag, Februar 06, 2009

Reisetagebuch: zeichnen statt schreiben

Man kann auf Reisen auch zeichnen statt schreiben.

Zu diesen 'Reisetagebuchzeichnern' gehört Eduardo Salavisa, der am 4.Februar im EstudioUM der Escola de Arquitectura (Azurém / Guimarães) sein Buch vorgestellt hat

Diários de Viagem - Desenhos do Quotidiano

Quimera Editores


Eines von den Heften gibt auch Ansichten von Berlin.
Kostprobe: Das Holocaust-Denkmal mit dem Brandenburger Tor im Hintergrund.







Daneben ist auch Eduardo Salavisas Site sehenswert:

http://www.diariografico.com/

Donnerstag, Februar 05, 2009

Portugal fehlt in Schäfers Studie

Hans Dieter Schäfer, Das gespaltene Bewußtsein. Über deutsche Kultur und Lebenswirklichkeit 1933 bis 1945. München: Hanser, 1981, 254 Seiten (3. Auflage 1983)



In seinem gut strukturierten Leserkommentar zu Schäfers Buch fragt Herbert Huber* nach Vollständigkeit, was das Panorama betrifft. Natürlich gibt es die nicht in dieser Samlung von Studien, die ursprünglich zwischen 1973 und 1979 erschienen sind.

Die Kaschnitz ist dabei, doch der Italien-Bezug von Liebe beginnt (1933) wird nicht thematisiert (26). Wohl aber an anderer Stelle der Boom der mit dem Reisen (und ihrer Popularisierung) verbundenen Literatur, der schon in den 20er Jahren beginnt**:

„Die Vorliebe der jungen Generation für die Kleinteiligkeit führte zu einer Wiederbelebung des Reisebildes, das im Laufe der dreissiger Jahre durch Tagebuchformen zusätzlich mit Wirklichkeitsnähe angereichert wurde. (...). Der Höhepunkt des Genres fällt in den Zweiten Weltkrieg. Kriegsbericht und Reisetagebuch vermischten sich.“ (35).

Unter den Beispielen finden wir neben Max Frisch und Ernst Jünger auch Erhart Kästners Griechenland. Ein Buch aus dem Kriege (1943), ohne dass Traditionen – wie in diesem Fall der Philhellenismus und konkret das Vorbild Griechischer Frühling (1908) von Gerhart Hauptmann Erwähnung fänden. Die Attraktivität Griechenlands in einer Zeit erneuter Hinwendung zu antiken Stoffen (24-25), die dem Wunsch „sich von der Zeit und ihren Schrecken zu distanzieren und sich in eine andere Welt zurückzusehnen“ (25) entspricht, liegt auf der Hand.

In diesem Zusammenhang wäre auch ein Hinweis auf die Attraktivität Portugals angebracht gewesen, angefangen bei Portugal. Ein Reisetagebuch (1931) von Reinhold Schneider, das in gewisser Weise als Modell gelten kann.

Es folgen Neues Portugal. Bildnis eines alten Landes (1937) von Friedrich Sieburg und Delfina oder Die gute alte Zeit. Portugiesischer Bilderbogen (1942) von Irene Seligo. Beide Autoren sind Korrespondenten der Frankfurter Zeitung.

Ist Sieburg stärker der NS-Ideologie verpflichtet, durchsetzt von Antike-Bezügen (Odysseus), 'Germanismen' (Goethes Mignon-Lied und Eichendorffs "Sehnsucht" gegenüber der portugiesischen saudade) und mehr oder weniger klaren Anleihen bei Schneider (bis hin zu Plagiat, wie Alfred Opitz konstatiert***), so bietet Irene Seligo im Zeichen der immer dichteren Kriegsgrauen der Ostfront kriegsferne, im traditionellen Rollenverständnis ‚weiblich-heilende‘ Reisebilder vom ‚anderen Ende der Welt‘. Portugal in Therapie-Funktion – das sollte auch später weiter wirken.

Gibt es noch mehr vergleichbare Reisebilder aus der Zeit der 30er und 40er Jahre?

* Im Web-Site von Herbert Huber aus Wasserburg am Inn (www.gavagai.de) findet man unter der alphabetisch nach Autorennamen geordnete Rubrik „Rezensionen politischer (und verwandter) Bücher“, die im Menu Politik und Diskussion versteckt ist, Besprechungen von vielen interessanten Büchern, teilweise vernetzt.

** siehe hierzu auch Peter J. Brenner (1997), „Schwierige Reisen. Wandlungen des Reiseberichts in Deutschland 1918-1945“, in: id. (org.), Reisekultur in Deutschland: von der Weimarer Republik zum «Dritten Reich», Tübingen: Niemeyer, S. 127-176.
Dabei nimmt Brenner wiederholt auf die Studie von Johannes Graf bezug, die "stellvertretend an der Reise nach Italien die Funktionalisierung der Reiseliteratur durch die Tourismusindustrie und die NS-Propaganda" aufzeigt. Das faschistische Italien wird "als Projektionsfläche eines neuen Klassizismus, einer Verbindung von Tradition und Moderne, bestimmt, mit der die «junge Generation» einer Selbsttäuschung in bezug auf die Gefahren des Nationalsozialismus erlag" (Klappentext).
Johannes Graf (1995), «Die notwendige Reise». Reisen und Reiseliteratur junger Autoren während des Nationalsozialismus, Stuttgart: M & P Verlag für Wissenschaft und Forschung [Diss. 1994].

*** Opitz, Alfred (1990), «Friedrich von Sieburg: Estado Novo e Velho Portugal – um duplo retrato», in: Aspectos da História Luso-Alemã, (eds.) A. Gama Xavier e António C. Franco, Lisboa: Ass. Luso-Alemã para a Ciência e Cultura, S. 103-110.



Donnerstag, Januar 22, 2009

"Nimm auf Dich die Liebe"


Marie Luise Kaschnitz und ihr Rom

Die deutsche Italiendichtung kann auf eine lange Tradition zurückgreifen, die vor allem Goethe geprägt hat. Doch die meisten Autoren haben das „lichte“ Land der Schönheit und der Kunst, dem das zumindest „nüchterne“ Deutschland gegenübersteht, nur auf Reisen (wenn auch oft ausgedehnten) kennen gelernt.

Die Dichterin Marie Luise Kaschnitz (1901-1974) hatte dagegen schon in den Jahren 1925-1932 sowie in den Jahren 1952-1956 in Rom ihren ständigen Wohnsitz; zudem verbrachte sie in Italien auch in der Zeit, wo sie in Deutschland lebte, häufig den Sommer.

Ihre Dichtung prägte dieser Umstand sehr. Schon in ihrem Erstlingsroman Liebe beginnt zeichnet sie das Bild des faschistischen Italien. Nach 1945 hält sie dann das Nachkriegsitalien in ihren Rom-Gedichten „Ewige Stadt“ und den Essays „Engelsbrücke“ fest. Weitere Werke folgen.

Seminário Aberto*
no âmbito do Mestrado Estudos Luso-Alemães – Formação Bilingue e Intercultural

Doutora Jana Hrdlickova
(Univ. Jan Evangelista Purkyně, UJEP, Ustí nad Labem)

30. und 31. Januar 2009

Freitag, 30. Januar 2009 · 16-18 Uhr · Raum 2108 (CP II)

Samstag, 31. Januar 2009 · 11-13 Uhr · Raum 1312 (CP I)
Universidade do Minho, Campus de Gualtar

Das Blockseminar soll auf die authentische Rom-Erfahrung dieser Autorin aufmerksam machen. Im ersten Teil werden einige ihre Gedichte mit Rom-Bezug vorgestellt, im zweiten dann Kaschnitz’ Prosa, die Rom und seine Umgebung zum Gegenstand hat. Es soll gezeigt werden, worin Kaschnitz’ eigenständiger Beitrag zur Italiendichtung liegt und wo sie eine typische Reiseliteratur verfasst.


* Dieses Seminar in deutscher Sprache ist für alle Interessierte offen. Teilnehmer, die nicht Studenten des Mestrado em Estudos Luso-Alemães sind, erhalten ein Zertifikat über die Teilnahme. Bedingungen:
- Lektüre der Texte (
www.ilch.uminho.pt/deg unter „Eventos“)
- vorherige Anmeldung unter
mailto:ogro@ilch.uminho.ptbis 27. Januar.

Dienstag, September 30, 2008

Zonas de Contacto: Estado Novo / III Reich (1933-45)

3 de Outubro de 2008, Universidade do Minho,
Campus de Gualtar, CP II / B 1

Colóquio interdisciplinar,
organizado pelo Departamento de Estudos Germanísticos (DEG-ILCH) da Universidade do Minho, com comunicações dedicadas às relações políticas, económicas e culturais entre as ditaduras portuguesa e alemã na era do fascismo europeu.

Oradores convidados, entre outros:
Irene Flunser Pimentel (Prémio Pessoa de 2008),
Luís Reis Torgal, historiador com uma vasta obra de referência sobre o Estado Novo,
Mário Vieira de Carvalho, sociólogo da música de renome internacional,
António Louçã, conhecido especialista das relações económicas entre Portugal e a Alemanha na II Guerra Mundial e autor de diversos livros sobre o mediático assunto do «ouro nazi».

Programa e todas as informações em
www.ilch.uminho.pt/deg
Rúbrica: Eventos

Apoios: CEHUM // FCT

Double / Mise-en-scène

Unter diesem Haupttitel werden vom 6. bis 8. Oktober 2008
zwei Veranstaltungen des DEG (ILCH - Univ. Minho) laufen, die sich dem
In-Szene-Setzen widmen:



Boxer im Dschungel des literarischen Feldes

- Ein «Offenes Seminar» zur Selbstinszenierung des jungen Bert Brecht. (auf Deutsch)
Sitzungen: 6. und 8. Oktober, jeweils von 9 bis 11 Uhr,
UM, Campus de Gualtar, Sala 2109 (CP II)

Dozent: Alexander Fischer (Universität Erlangen-Nürnberg)



From Fin de Siècle to Modernity


Porträt Eleonora Duse (1858–1924) von Franz von Lenbach (1836-1904)
Mini-Kolloquium aus Anlass des 150. Geburtstags der berühmten
Schauspielerin Eleonora Duse
7. Oktober, Beginn 14.30 Uhr, ILCH - Sala de Actos



Alexander Fischer (Univ. Erlangen-Nürnberg)

Dédoublement. The art of self-reflection in Fin-de-Siècle Literature



Rüdiger Singer (Univ. Göttingen)

How to freeze acting? The interplay of word and picture in reprsenting dramatic art, exemplified on Rilke's poem «Bildnis» on Eleonora Duse



Orlando Grossegesse (Univ. Minho)

Fradique Mendes / Lord Chandos: mise-en-scène da crise da linguagem


Alle sind herzlich eingeladen!

Beide Veranstaltungen verstehen sich zugleich als «Offener Einstieg» oder «Appetithappen» im Bereich Deutsche und Vergleichende Literatur der nächsten Ausgabe des
Masters in Deutsch-Portugiesischen Studien (Estudos Luso-Alemães), zu dem man sich noch zwischen 1. und 8. Oktober einschreiben kann.

Alle Informationen in www.ilch.uminho.pt/deg

unter der Rubrik Eventos / Ereignisse

Sonntag, Juli 06, 2008

Nº 17 da revista luso-alemã «Einfall»

Já está disponível o novo número da revista bilingue Einfall. O índice e alguns excertos seleccionados podem ser consultados online na página do Departamento de Estudos Germanísticos (Universidade do Minho) em http://www.ilch.uminho.pt/deg
Esta revista pode ser gratuitamente adquirida mediante envio de um pedido por e-mail à coordenadora deste projecto de alunos e docentes da área do Alemão na UM, Dra. Natália Nunes (natnunes@ilch.uminho.pt).

Nova edição do Mestrado em Estudos Luso-Alemães


Dienstag, Juni 24, 2008

Ciclo de conferências: Relações Estado Novo / III Reich



Organização

Departamento de Estudos Germanísticos (UM)
e Estaleiro Cultural Velha-a-Branca


Apesar de o regime salazarista ter fomentado a auto-imagem de um Portugal «orgulhosamente só», posicionamento esse que durante a II Guerra Mundial se teria manifestado sob a forma de uma ambígua «neutralidade», é inquestionável que no auge do advento do(s) fascismo(s) europeu(s) o Estado Novo manteve relações mais ou menos intensas quer com as democracias ocidentais, mormente com o tradicional aliado inglês, quer com os países com governos de cunho nazi-fascista. As multifacetadas relações entre o Estado Novo e o Terceiro Reich, sobretudo durante os anos anteriores à guerra em que se assistiu a uma solidificação dos respectivos regimes ditatoriais assente em diversas «afinidades electivas» ao nível ideológico, constituem porém um capítulo ainda relativamente pouco conhecido entre portugueses e alemães.


O ciclo é composto das seguintes conferências, a terem lugar no Estaleiro Cultural Velha-a-Branca (Braga), na primeira Sexta-feira à noite de cada mês:


9 de Maio de 2008, 21h45, "Turismo Nazi em Portugal (1935-39) - Os «cruzeiros atlânticos» da organização de lazeres Força pela Alegria", por Mário Matos.


6 de Junho de 2008, 21h45, "A Lição Alemã na Mocidade Portuguesa", por Orlando Grossegesse.


4 de Julho de 2008, 21h45, "Norton de Matos e a Alemanha na II Guerra Mundial - Impressões de um diário", por Armando Malheiro da Silva.


Após uma paragem de Verão, o ciclo será retomado no Outono.


3 de Outubro, 21h45, "Relações comerciais luso-alemãs durante a Segunda Guerra Mundial", por António Louçã.


7 de Novembro, 21h45, "Conquistemos os céus! Sobre a História do «voo à vela» (Segelflug) em Portugal nos anos 30 e 40", por Paulo Oliveira.

Para além destas palestras já agendadas, o ciclo poder-se-á ainda alargar a outros contributos transdisciplinares relacionados com as múltiplas «zonas de contacto» entre o Estado Novo e o III Reich. Se assim vier a acontecer serão aqui oportunamente anunciados.

Mais informações:

www.ilch.uminho.pt/deg

www.velha-a-branca.net








VII Edição do Curso Intensivo de Alemão PETRA


Freitag, Mai 16, 2008

Oper via Internet




Death in Venice von Benjamin Britten

mit Libretto / Handlung nach der berühmten Erzählung von Thomas Mann
Ko-Produktion der Deutschen Oper am Rhein Düsseldorf-Duisburg, Teatro Real (Madrid) mit dem Gran Teatre del Liceu

Complexo Pedagógico II, Auditório B1, Campus de Gualtar, Braga, terça-feira, dia 20 de Maio

Die Universidade do Minho präsentiert direkt via Internet die Oper Death in Venice. Das Schauspiel wird vom Gran Teatre del Liceu in Barcelona aus übertragen und wird voraussichtlich um 19 Uhr beginnen.

Oper in 2 Aufzügen. Ungefähre Dauer: 3 Stunden 15 Min.


Direcção Musical: Sebastian Weigle

Direcção de cenário: Willy Decker

Cenografia: Wolfgang Gussmann

Guarda-roupa: Wolfgang Gussmann Susana Mendonza

Iluminação: Hans Toelstelde

Coreografia: Athol Farmer



1. Akt:
Der Schriftsteller Aschenbach hat seine Begabung zum Schreiben verloren und trifft in München an einem Friedhof einen Fremden, der ihn zu einer Reise in den Süden überredet. Aschenbach kommt nach Venedig und sieht dort eine Menge Menschen. Ein alter Gondoliere bringt ihn in ein Hotel am Lido. Am ersten Abend im Hotel wird Aschenbach vom Direktor begrüßt; beim Essen sieht er die anderen Gäste. Ganz besonders berührt ihn das Eintreten einer polnischen Familie, deren Sohn Tadzio ihn an einen griechischen Jüngling erinnert. Am Strand erfährt der Schriftsteller durch Russen die Namen der Polen. Als er später bei einem Spaziergang durch die Stadt von Bettlern und Straßenhändlern belästigt wird, will Aschenbach wieder abreisen, aber wieder kreuzt Tadzio seinen Weg. Aschenbach lässt sein Gepäck ins Hotel zurückbringen. Aus dem Fenster sieht er am Strand Tadzio und weiß, dass er nur in Venedig leben kann.



2. Akt:
Die Menschen am Strand verwandeln sich in Aschenbachs Fantasie in griechische Figuren, die alle um Apollo-Tadzio kreisen. Er fühlt wieder Lust zum Schreiben und eine starke Liebe zu dem schönen Knaben, aber gleichzeitig eine Todesahnung. Die Cholera ist ausgebrochen; viele verlassen die Stadt, aber Aschenbach spürt, dass Tadzio seine Aufmerksamkeit erwidert, und bleibt. Am Reisebüro sammeln sich verzweifelte Menschen, die der Seuche entkommen wollen. Auch Aschenbach wird geraten, die Stadt zu verlassen, doch er geht ins Hotel zurück und denkt nach. Seine Gedanken lassen nur noch ihn und Tadzio am Leben; im Traum erscheint ihm Apollo. Erschreckt wacht er auf und fühlt sich krank. Am leeren Strand sieht Aschenbach Tadzio und möchte noch einmal so jung sein. Er lässt seine Haare färben und die Wangen schminken und folgt der polnischen Familie, die in einer Gondel wegfährt. Tadzio löst sich von ihr und wendet sich Aschenbach zu, doch dieser geht davon, um Früchte zu kaufen, die er angeekelt wegwirft, ein Symbol seiner Gefühle. Direktor und Portier sprechen über die Gäste; es sieht so aus, als ob auch die Polen das Haus verlassen wollen. Stark ermüdet kommt Aschenbach und schleppt sich zum Strand. Er sieht Taäzio mit seinen Freunden beim Spiel. Plötzlich stürzt der Junge leblos in den Sand. Aschenbach flüstert noch einmal zärtlich "Tadzio" und bricht dann tot zusammen, während Tadzio aufsteht und sich langsam entfernt.

Samstag, April 05, 2008

Dia 7 de Abril, na UM:

3ª edição do Karaoke de alemão

Mais de 400 alunos do secundário cantam em alemão

O único Karaoke em alemão do país e o maior organizado numa Universidade portuguesa
Nove escolas concorrentes, vindas também de Lisboa e Ribatejo
Evento organizado pela UM conta com o apoio do Goethe Institut Portugal, da Blaupunkt e da Gabor

Terá lugar no dia 7 de Abril de 2008, pelas 14h, no Pavilhão Desportivo da Universidade do Minho, o III Concurso de Karaoke Alemão: um evento único no país e o maior Karaoke organizado numa Universidade portuguesa. O concurso destina-se aos alunos do ensino básico e secundário, com o objectivo de fomentar o gosto pela aprendizagem da língua alemã, em particular, e das línguas estrangeiras, em geral, de uma forma apelativa e divertida.

Este ano, o concurso conta com a participação de nove escolas (depois de ter iniciado em 2006 com apenas cinco), não só do Norte do país, mas também do Ribatejo (Escola E/B de Alverca) e de Lisboa (Escola Secundária Camões). Ao todo, entre participantes e público, estarão presentes mais de 400 pessoas, entre alunos e professores destas e doutras escolas do país.

A concurso estarão, aproximadamente, 70 alunos, desde o 7º ao 12º ano, a cantar e dançar ao som de grupos tão diferentes como os Juli, Mia ou os inevitáveis Tokio Hotel. De salientar também o facto de três 9º anos, que ainda não têm alemão como disciplina curricular, se aventurarem pelas músicas da Christine Stürmer e dos Söhne Mannheims, por exemplo.

Este evento contará também com um programa na parte da manhã, dedicado a informar sobre as vantagens da aprendizagem do alemão e no qual participarão com o seu testemunho dois dos apoiantes desta edição: o Goethe Institut Portugal e a Blaupunkt Auto-Rádio Portugal Lda.

“O interesse ultrapassou todas as expectativas e, por isso, também os meios da entidade organizadora, o Departamento de Estudos Germanísticos (DEG) do Instituto de Letras e Ciências Humanas (ILCH)”, explica um dos responsáveis pela organização, Prof. Orlando Grossegesse. O Goethe Institut Portugal apoia esta edição do Karaoke Alemão, bem como duas empresas alemãs bem conhecidas, a Blaupunkt Auto-Rádio Portugal Lda. (Grupo Bosch) e a Gabor (Indústria de Calçado).

Quando todos parecem querer concentrar a sua atenção na aprendizagem da língua inglesa, há mais de 400 alunos e seus professores que se deslocarão à Universidade do Minho para marcar presença – como participantes, apoiantes e espectadores – num evento dedicado à cultura pop na língua alemã, dos Tokio Hotel aos Söhne Mannheims.


Escolas participantes
Este evento é o ponto alto de um longo processo de preparação, coordenado pela Dra. Natália Nunes (DEG): após inscrição em Outubro de 2007, as escolas começaram os seus ensaios.
As escolas participantes, por ordem alfabética: Colégio dos Carvalhos, Porto; Escola E/B de Alverca do Ribatejo; Escola S/3 Arquitecto Oliveira Ferreira, Arcozelo; Escola Secundária Camões, Lisboa; Escola Secundária D. Maria II, Braga; Escola Secundária de Barcelos; Escola Secundária de Ponte de Lima; Escola Secundária de Vila das Aves; Escola Secundária Rocha Peixoto, Póvoa de Varzim.

Montag, Februar 25, 2008

Die Fälscher

O filme austríaco em concurso ganhou o Oscar para melhor filme em língua estrangeira. Já ando há semanas atrás do filme, cheio de curiosidade. Talvez agora seja mais fácil vê-lo.

Já alguém o viu? Opiniões?

Sonntag, September 30, 2007

Kulturbau - APEG-Kongress 2008

Colo aqui o texto que retirei do blog da APEG:

"Wie steht es um den schillernden Begriff der Kultur: vom "Kampf der Kulturen" über die Interkulturalität zum Multikulturalismus? Und dazwischen die kulturellen Idiosynkrasien im Streit der Wissenschaften um zwei, drei oder wieviel Kulturen? Welche Leitidee von Kultur lässt sich ausmachen im deutschsprachigen Raum: auf dem Weg einer globalen Uniformisierung, ein Objekt des Kampfes oder Orientierung für das 21. Jahrhundert? Gibt es eine Ordnung, ein Gleichgewicht, eine Logik der Kulturen? Welches Wissen dazu? Kulturen sind unter Druck geraten und üben Druck aus, als wäre dies kein Widerspruch.
Der Internatioanle Kongress des portugiesischen Germanistenverbands unter dem Titel Kulturbau (Lissabon, 14.-16.2.2008) möchte diesen widersprüchlichen Befund zur Diskussion bringen, indem er – metaphorisch und zugleich provozierend – drei Begriffe vorschlägt, unter denen das Phänomen zu denken wäre: Aufräumen, Ausräumen und Einräumen."

Aos interessados aconselha-se a consulta do blog (o link está na margem direita desta página) e do sítio em linha www.germanistik-portugal.org.

Der millionste Gastarbeiter


Recentemente encontrei este website numa pesquisa que fazia a propósito de um assunto completamente diferente. Achei-o interessante por vários motivos e deixei-o na lista dos marcadores do browser de internet, meio esquecido.
No site há uma série de documentos acerca do acontecimento; há notícias, entrevistas e biografia do trabalhador português que recebeu uma "Moped".

Freitag, August 10, 2007

Oktoberfest no Norte de Portugal

hoje, 10 de Agosto, encontrei no JN uma notícia curiosa: no Sabugal encontra-se uma festa da cerveja alemã "a preços acessíveis". O evento pretende ser uma réplica da famosa Oktoberfest.

Para quem quiser saber mais: http://jn.sapo.pt/2007/08/10/norte/cidade_acolhe_replica_festa_cerveja_.html

Mittwoch, August 01, 2007

Nachtrag zum "Blindgänger"


Der Blindgänger in der Portugiesischen Presse: Wie kann so etwas passieren?

Eine Schlagzeile in ganz Europa: der Blindgänger in Lichterfelde-West:

ein so großer Blindgänger war seit Jahrzehnten nicht mehr in Berlin gefunden worden. Die Räumung des Viertels und die Vorbereitung der Entschärfung hatten sich immer wieder verzögert, erst um 18.30 Uhr konnten die 4000 Anwohner wieder in ihre Häuser.

Jahrhundertfund
Die Profis staunten: So einen großen Blindgänger hatten sie noch nie gesehen. Eine 1000-Kilo-Bombe sowjetischer Produktion, sagte Polizei-Entschärfer Detlef Jaab, „mit zwei Zündern, an jedem Ende einer“. Ein Beamter sprach von einem „Jahrhundertfund“, keiner konnte sich an einen fast drei Meter langen Blindgänger erinnern. In den vergangenen Jahren waren es meistens 250-Kilo-Bomben, selten mal eine mit 500 Kilo.

Der "Blindgänger" in Portugal

Aus der sensationellen 1000-Kilo-Bombe wurde in der Portugiesischen Presse eine harmlose 1-Kilo-Bombe !!! Ja, sogar statt von einem "Jahrhundertfund" zu sprechen, wie es die deutschen Medien taten, gingen portugiesische Zeitungen so weit, zu behaupten, dass dieser Fund eine Normalität in deutschen Städten sei, die im Zweiten Weltkrieg bombardiert wurden! Der portugiesische Leser muss geradezu denken: die Deutschen spinnen doch, um wegen einer 1-Kilo-Bombe ein ganzes Viertel von 4ooo Anwohnern zu evakuieren und den Zugverkehr zu unterbrechen...

Fette Zeitungsente

Wir haben den 1.August und schon die erste bombige Zeitungsente in Portugals Auslandsberichterstattung. Gottseidank handelt es sich nur um einen "Blindgänger" der portugiesischen Medien wegen einer lächerlichen Bombe aus dem 2. Weltkrieg und nicht .....