Montag, Juni 21, 2010

Sang- und klanglos

"Zum 30.06.2010 wird das Konsulat Porto geschlossen. Die Übernahme konsularischer Aufgaben durch einen Honorarkonsul in Porto wird zurzeit vorbereitet."

Diese Worte auf der Seite der Deutschen Botschaft Lissabon informieren über das Ende des Generalkonsulats Porto.

Dieser diskrete Rückzug, der sich wohl aus der Einsparung öffentlicher Gelder erklärt, bestätigt andererseits die zentralistische Organisation Portugals.

Wir erinnern an dieser Stelle dankbar an all diejenigen, die über Jahrzehnte hinweg deutsch-portugiesische Initiativen in Nordportugal unterstützt haben.

Sonntag, Juni 20, 2010

«Der Vorleser» wieder im Kino


Wer die Verfilmung von Bernhard Schlinks Roman Der Vorleser (1995) noch nicht gesehen hat - oder im Kino wieder sehen will, hat dazu bis Freitag im BragaShopping Gelegenheit (Kultfilm, 19h15).

Als der Film am 12.Februar 2009 in die portugiesischen Kinos kam, schrieb João Lopes einen kurzen Artikel im Diário de Notícias.

Buch und Film - beide Produkte sind umstritten unter dem Vorwurf der Verkitschung der Holocaust-Thematik. Um sich selbst ein Urteil zu bilden: lesen & sehen.

Deutschsprachiger Site.

Samstag, Juni 19, 2010

Hanna Schygulla erinnert an Lissabon «Hafen der Hoffnung»

Am 7. Juni 2010 las die deutsche Schauspielerin und Sängerin Hanna Schygulla im Gare Marítima da Rocha Conde de Óbidos Auszüge aus dem Roman Die Nacht von Lissabon von Erich Maria Remarque.

Die Stadt Lissabon war in den Jahren, die der Roman beschreibt, ein «Hafen der Hoffnung» für so viele Verfolgte, die es über vielerlei Grenzen hinweg geschafft hatten, bis an diesen Rand Europas zu gelangen. Die Metropole, die 1940 mit der Ausstellung der «Portugiesischen Welt» das Imperium zelebrierte, war allerdings keineswegs die Oase des Friedens und der Toleranz, als die Lissabon nun oft im Rückblick idealisiert wird.

Sie kamen zwar in eine Stadt ohne Bedrohung durch Luftangriffe, ohne Verdunkelung, und sie bekamen in der Regel genügend zu essen, doch die Verfolgung hörte nicht auf: der Estado Novo Salazars kollaborierte mit Nazi-Deutschland. Die NSDAP hatte ein gut funktionierendes Netz von Spitzeln und die Bürokratie des Estado Novo verstand es, die Verfolgten noch ein letztes Mal zu schröpfen, bevor sie sich - mit etwas Glück - nach Süd- oder Nordamerika einschiffen konnten.

Illustrative Dokumente zu der Gedenkveranstaltung finden sich auf der Kultur-Seite der Deutschen Botschaft Lissabon, auf Portugiesisch und Deutsch

Frau Tod hat ihn abgeholt - José Saramago

"Meine Lebensuhr wäre fast stehen geblieben" bekannte Saramago vor zwei Jahren, im Rückblick auf seinen prekären körperlichen Zustand zum Jahreswechsel 2007/2008. Jetzt ist sie wirklich stehen geblieben. Für mich befand sich Saramago seit 2004 immer stärker in einem Stadium der Prä-Posthumität. Gestern hat ihn Frau Tod wirklich abgeholt.

An diesem Ort über Saramago zu schreiben, ist vollauf gerechtfertigt. Die Beziehung Saramagos zur deutschsprachigen Welt ist eine besondere, zumindest seitdem er 1955 Erich Maria Remarque und 1956/57 die bekannnte 08/15 Trilogie von Hans Hellmut Kirst aus dem Französischen ins Deutsche übersetzt hatte. Später finden sich in seinen Romanen immer wieder Figurationen der 'deutschen Identität' - Machthaber oder Handlanger in Machtstrukturen, zum Beispiel die deutschen Latifundienbesitzer in Levantado do Chão (1980). 1985 erschien als Hoffnung im Alentejo gerade dieser Roman als erster in deutscher Übersetzung - damals noch im Aufbau Verlag der DDR.
Es war 1978 in einem Ostberliner Hotel, als ihm - erschöpft auf dem Bett liegend - die Idee O ano da morte de Ricardo Reis zu schreiben, "von der Decke fiel". In diesem Roman tauchen auch ein paar Dialogsequenzen auf Deutsch - in lautlicher Umschrift - auf (ich glaube, die einzigen): Kameramänner, die im Dienste der Propaganda des Estado Novo 1936 A Revolução Nacional drehten.
1980 erscheint seine Übersetzung (wiederum aus dem Französischen) von Otto Zierers Deutscher Geschichte. Die sicherlich stärkste Beziehung, was die Textproduktion betrifft, ist das Libretto In Nomine Dei zur Oper Divara - Wasser und Blut (am 31. Oktober 1993 in Münster uraufgeführt), die die genaue Recherche eines dunklen Kapitels der Stadtgeschichte als 'Jerusalem' der Anabaptisten voraussetzte. Und sein vorletztes Buch A Viagem do Elefante (2008) geht auf einen Besuch in Salzburg am 23.November 1999 zurück, als er im Gasthaus zum Elefanten von der Geschichte erfuhr.

Saramago war viel in Deutschland und Österreich unterwegs. Alle seine Romane und vieles mehr wurden ins Deutsche übersetzt. Nach Andreas Klotsch und Ray-Güde Mertin wurde Marianne Gareis, die auch einige Jahre bei uns in Braga gelebt hat, zur Saramago-Übersetzerin des späten Romanwerkes ab A Caverna (Das Zentrum).

Als die Entscheidung der Schwedischen Akademie am 8.Oktober 1998 bekannt wurde, hatte er gerade die Frankfurter Buchmesse verlassen: man holte ihn zurück und feierte ihn auf einer improvisierten Pressekonferenz als den ersten (und bisher einzigen) Nobelpreisträger portugiesischer Sprache. Das Foto, in der er der glücklichen Ray-Güde Mertin (2007 verstorben), seiner internationalen Literaturagentin, inmitten des Gedränges die Hand küsst, ging um die Welt (leider habe ich nur das folgende Foto von der Buchmesse zur Hand).


Die Rezeption Saramagos im deutschsprachigen Raum kann sicherlich im internationalen Vergleich als privilegiert bezeichnet werden, was die Übersetzung, Medien und Presse betrifft: Saramago ist bekannt. Sein Tod hat sofort zahlreiche Nachrufe ausgelöst und beispielsweise den Spiegel dazu bewegt, zusätzlich ein Dossier zusammen zu stellen.
Im akademischen Bereich gibt es seit 1980 eine Reihe von Studien, die sich mit Saramagos Werk beschäftigen. Diese Aktivität ist leider kaum über den deutschsprachigen Raum hinaus bekannt geworden.
Ich selbst bin durch ein Proseminar zu Memorial do Convento von meinem Lektor José Pinto Novais 1983 dazu verleitet worden, Saramago zu lesen. Ihm habe ich daher auch die 1992 veröffentlichte Studie zu diesem Roman gewidmet. Dieser sollten über die Jahre hinweg viele weitere folgen. 1996 hatte ich Gelegenheit, ein paar Tage mit José Saramago und seiner Frau Pilar del Río zu verbringen, als am 19.-20. September in Amherst (Massachusetts) das erste internationale Kolloquium zu Saramago stattfand und wir danach im Greyhound-Bus nach New York fuhren (siehe Cadernos de Lanzarote. Diário IV, Seite 221-23).
Seitdem sind wir sporadisch in Kontakt geblieben. Ich bin kein absoluter Saramago-Fan geworden, aber doch so weit vertraut, dass ich viele Vorurteile, die so leichtfertig über sein Werk und seine Person in den Medien und in der Blogsphäre verbreitet werden, nicht teilen kann. Ebensowenig kann ich mit der Heuchelei des Staatsbegräbnisses anfangen, bei dem Persönlichkeiten am Toten vorbei defilieren, die dem Lebenden nie die Hand gegeben hätten. An dieser Entwicklung ist Saramago selbst nicht ganz unschuldig, hat er sich doch immer dem Medienspektakel ausgesetzt.


Ein durchaus vieldeutiges, ja ambivalentes Porträt habe ich in "Zur Einführung - Augenblicke" in der zweiten Auflage meines Buches Saramago lesen (Berlin, Edition tranvía 2009) zu zeichnen versucht. Das Ganze soll eine Art Handbuch sein. Gegenüber der Erstausgabe 1998 wurde es stark aktualisiert und erweitert. Der 20-seitige biographische Abriss klingt dabei in denselben Worten Saramagos vom Oktober 2008 aus, mit denen ich diesen Blog-Text begonnen habe: "Meine Lebensuhr wäre fast stehen geblieben." Die Wirkung seines Werkes wird sicherlich nicht stehen bleiben.

Auf Englisch:

Homage to José Saramago, von Christoper Rollason

Sonntag, Juni 06, 2010

100 Jahre Malte Laurids Brigge

Vor 100 Jahren, genau am 31. Mai 1910, erschienen zum ersten Mal Die Aufzeichnungen des Malte Laurids Brigge. Natürlich ist das ein Datum, das im deutschsprachigen Kulturkreis nicht unkommentiert blieb, ja Gelegenheit zu einer Jubiläumsausgabe im Manesse Verlag gab, die Ausgangspunkt diverser Essays ist:

Berliner Zeitung

Im Scheinwerfer des Herzens

Vor hundert Jahren erschien Rilkes Epochenbuch "Die Aufzeichnungen des Malte Laurids Brigge"

Manfred Schwarz

Bereits einen Monat zuvor erschienen:

Rilkes „Brigge“ wird 100

Das opus magnum des Wortmagiers zum Wiederlesen

Dorothee Arndt

© Die Berliner Literaturkritik, 30.04.10


Aber mich interessierte natürlich auch, ob sich jemand in Portugal daran erinnerte - und siehe da, in der portugiesischen Blogosphäre finde ich in Contra Mundum aus der Feder von H.G.Cancela Anmerkungen zu Os Cadernos de Malte Laurids Brigge vom 23.Mai 2010, die mit einem vergleichenden Lob enden und den Ort in der portugiesischen Leselandschaft markieren:

É um livro de formação, um livro do final da adolescência — já não o momento da descoberta, mas o da consciência dos limites da própria descoberta. Depois deste livro, textos como (por exemplo, e reportando-nos a uma obra com a qual partilha muitas afinidades) o Livro do Desassossego surgem de uma quase confrangedora banalidade. Espantoso exercício de afirmação de fé na escrita e nos seus limites, o romance de Rilke surge como instrumento senão de redenção, pelo menos de reconstrução da sua impossibilidade:

«Este jovem, este estrangeiro sem importância, este Brigge, terá de se sentar no seu quinto andar e escrever, dia e noite: sim, terá de escrever, e isso será o fim.»

Na tradução de Paulo Quintela, este é um dos mais importantes livros em língua portuguesa do século XX.

Donnerstag, Mai 20, 2010

Zum Geburtstag von Prof. Erwin Koller

Heute wäre Prof. Erwin Koller 63 Jahre alt geworden.


Am 18. April 2010 hat sein Leben trotz aller Fülle ein zu frühes Ende gefunden. Ein unstillbarer Wissensdurst und Forschungsdrang und ein oft selbstironischer Humor hat dem körperlichen Leiden bis in die letzten Monate die fatale Schwere zu nehmen versucht.

Viele hielten ihn für älter, als er wirklich war. Das lag nicht nur an dem Leiden, das ihn frühzeitig altern ließ, sondern auch daran, dass er einen Hochschullehrer und -forscher vom ‚alten Schlage‘ verkörpert, der sich kantig, in der Sache energisch aber ohne akademische Machtallüren gegen das immer engmaschigere Netz der universitären Reglementierung und Bürokratisierung sträubte und sich auch jeglicher fachlicher Ein- und Unterordnung stets entwand.

Der am 20. Mai 1947 in Innsbruck geborene studierte an der Universität seiner Heimatstadt, wo er promoviert wurde, als Assistent lehrte und forschte bis zur Verleihung der venia legendi. Nach Gastdozenturen im Ausland und einer Vertretung an der Universität Augsburg erhält er den Ruf an die Universität Würzburg. Dort ist er von 1983 bis 1993 als Professor für Deutsche Linguistik tätig, bevor er sich dazu entschließt, mit seiner portugiesischen Frau (erneut) auszuwandern und einen Neuanfang als Professor an der Universidade do Minho zu wagen. In Braga leitete er elf Jahre lang, von 1993 bis zu seiner vorzeitigen Pensionierung im Juni 2004, die dortige Germanistische Abteilung.

In dieser Zeit hat er ihr ein unverwechselbares Gepräge gegeben, innerhalb der Portugiesischen Germanistik und im weit ausgreifenden Netz von Partnerschaften. Über seine individuellen Forschungen und Studien hinaus hat er zahlreiche Aktivitäten initiiert, unterstützt, haupt- und mitverantwortlich realisiert. An dieser Stelle seien die ambitioniertesten hervorgehoben: das interdisziplinäre Kolloquium Suevos – Schwaben (1996), das an die einstige Rolle Bragas als Hauptstadt des Königsreichs der Sueben (411-585) anknüpft; das grenz- und sprachübergreifende Projekt Frauenlieder – Cantigas de amigo (2000); die Veranstaltung des VI. Deutsch-Portugiesischen Dialogs (2001), der sich besonders den vielfältigen Beziehungen deutschsprachiger Kultur zu Brasilien und umgekehrt widmete. Zu den großen Leistungen Erwin Kollers gehört im Jahre 1999 die Schaffung der Deutsch-Portugiesischen Postgraduation (Spezialisierung und Mestrado) als interkulturelles und bilinguales Aufbaustudium, das – weitsichtig – von Beginn an den Verbund mit Universitäten in Deutschland und Österreich vorsah, in einer Weise wie es dem späteren European Master-Programm entspricht.

Mit einem wachen Blick für das Besondere und das Detail bewegen sich Erwin Kollers Studien oft abseits ausgetretener Wege zwischen Sprachen, Kulturen und Literaturen, die hauptsächlich im Dreieck von Österreich, Deutschland und Portugal zu verorten sind, ohne dabei Exkursionen, vor allem diejenige nach Brasilien (Gastdozentur 1980-81) und ins ferne Japan (Lektor 1975-76 und später Gastdozent) zu vergessen. Mediävistik und Linguistik benennen lediglich Eckpunkte einer Fülle von nicht nur sprachgeschichtlichen sondern vielseitigen, vor allem vergleichenden Untersuchungen in Randgebieten – in jeder Hinsicht. Die Grenze des Sagbaren suchen seine Studien zur Versprachlichung von Krankheit, Verwundung und Schmerz auf, bereits Spezialgebiet seit der Dissertation (Innsbruck, 1971), bevor er sich in der Habilitationsschrift dem Totentanz widmete (Innsbruck, 1980) – ein bis in die Gegenwart zitiertes Referenzwerk. Wiederholt hat er sich mit Negierung und Negation im Sprachvergleich beschäftigt, wobei auch Fremd- und Zweitsprachdidaktik bedacht wird. Stets suchte Erwin Koller Teil-, Sonder- und Grenzgebiete auf. Dies beweist sich zum Beispiel in der synoptischen Ausgabe der 60 portugiesischen Sonette in oberschwäbischer Übersetzung von Karl Moritz Rapp, in den Studien zur Verheiratung Eleonores von Portugal mit Kaiser Friedrich III., zu den Würzburger Tagebuchaufzeichnungen des Grafen August von Platen oder zu der Frage, ob der vielgereiste Oswald von Wolkenstein am portugiesischen Überfall auf Ceuta beteiligt war.

Die produktive Kombination seiner Vorlieben für das Mittelalter, für Sprachgeschichte, Sprachvergleich und Textlinguistik ließen ihn auf überraschende Weise immer Neues entdecken: Kein Wunder, dass er zum unermüdlichen Gefährten vieler Kollegen wurde, von denen die treuesten zu Freunden wurden, und dass er als Dozent und Betreuer von Forschungsarbeiten wache Studenten zum Entdecken von grenzüberschreitenden Fragen und Feldern anregen konnte. Ohne jemals große Töne anzuschlagen, war er so – nicht zuletzt dank seines österreichischen, pardon: seines Tiroler Witzes oder des komplermentären Grantigseins – eine markante, unverwechselbare Persönlichkeit im Übergangsfeld zwischen portugiesischer Germanistik und deutschsprachiger Lusitanistik, die wir jetzt schmerzlich vermissen.


Dieser Nachruf findet sich auf den Seiten

DLV - Deutscher Lusitanistenverband

Romanistik.de

APEG - Associação Portuguesa de Estudos Germanísticos


Ausserdem gibt es:

"In Memoriam Erwin Koller" von Ingrid Piller in ihrem Blog Language on the Move.


Hoje, pelas 19h30, será celebrada uma missa em intenção do Professor Koller, lembrando o primeiro mês do seu falecimento, assim como o seu aniversário.

A cerimónia terá lugar na Capela da Casa dos Cursilhos de Cristandade, que fica na Rua do Alcaide, 9, no centro de Braga (perto dos Bombeiros).



Montag, April 26, 2010

Ortszeit / Hora Local in Caminha



Wer jetzt bis zum 18.Mai (verlängert für die «Nacht der Museen»!) die Möglichkeit hat, das Museu Municipal in Caminha zu besuchen, wird die Ausstellung Ortszeit kaum wieder erkennen, so professionell und mit Liebe zum Detail wurde sie hier vom engagierten Direktor Sérgio Cadilha eingerichtet. Es lohnt sich!

Als kleinen Einblick: die Fotos von der Eröffnung am 26.April.

Ein herzliches Dankeschön an den unermüdlichen «Deutsch-Club», an die Lehrerinnen Conceição und Matilde von der ES Caminha!

Zum Kontext:

Quando o Goethe Institut Portugal disponibilizou esta exposição no âmbito das comemorações dos 20 anos da Queda do Muro, o DEGE da Universidade do Minho solicitou logo um exemplar com a ideia de fazê-la circular na região, activando a cooperação com as escolas, em parte associadas na rede APPEAL (Acção-Plano para a Promoção do Ensino e da Aprendizagem das Línguas).


No dia 7 de Novembro de 2009, Hora Local / Ortszeit foi inaugurada no Museu D. Diogo de Sousa (MDDS), em Braga, no âmbito das X Jornadas de Cultura Alemã, no segundo dia do Fórum da Associação Portuguesa de Estudos Germanísticos (APEG). Na véspera, a exposição foi visitada por Manfred Schüler, Primeiro Secretário (Assuntos Culturais) da Embaixada da República Federal da Alemanha, e Alexander Benedict, Adido para Cultura e Ciências da Embaixada da Áustria.

Depois do MDDS, a exposição já passou pelos seguintes espaços:

Theatro Club na Póvoa de Lanhoso, dia 6 a 22 de Janeiro de 2010;

Biblioteca Municipal de Barcelos, de 26 de Janeiro a 12 de Fevereiro de 2010;

Biblioteca da ES de Barcelinhos, de 18 a 26 de Fevereiro de 2010; documentação

Biblioteca Municipal de Santo Tirso, em colaboração com a ES D. Dinis, de 2 a 22 de Março de 2010;

Biblioteca da ES de Ponte de Lima, de 23 de Março a 19 de Abril de 2010; documentação

Com a inauguração da exposição no dia 26 de Abril de 2010, no Museu Municipal de Caminha (em colaboração com a ES de Caminha), o itinerário de Ortszeit – Local Time confirma o dinamismo da cooperação entre o DEGE-ILCH e as escolas da região. Em todos os lugares, por onde a exposição passa, há sessões temáticas sobre a história recente da Alemanha dirigidas ao público escolar.

Sonntag, März 21, 2010

Geldregen in Braga

Das war am Mittwoch, den 18. März, sogar eine TVI-Fernsehnachricht wert: In der Avenida da Liberdade regnete es Banknoten. Wieviele? Da gingen die Zeugenaussagen auseinander. Die PSP sprach von nur 150 Euros; das Volk, das sehnsüchtig zum dritten Stock des Gebäudes gegenüber des Theatro Circo hinauf blickte, von bis zu 500 Euros.


Tags darauf gab es in der Presse (z.B. Titelgeschichte des Jornal de Notícias) auch Angaben über die Täterschaft: zwei deutsche Erasmus-Studenten seien es gewesen. Und im Handumdrehen wurde der Geldregen zum deutschen Brauch für Finalisten erklärt. Ich kenne hingegen nur den Brauch, dass ein frisch verheiratetes Brautpaar mit Münzen um sich wirft. Es muß aber eine gerade Anzahl sein, denn nur diese zieht Reichtum nach sich, und es ist auch wichtig, sie mit der rechten Hand zu werfen. Das haben die Studenten wohl nicht gemacht, denn einige Banknoten blieben an den Fensterscheiben kleben - zur Verzweiflung der geldgierigen Passanten.

Sonntag, März 14, 2010

Portugal im Chandos-Brief

Oft schmunzle ich über die portugiesischen Nachrichten im Fernsehen, wenn zu jedem Ereignis auf dem Erdball ein Portugiese aufgetrieben wird - tot oder lebendig. Doch da hatte ich unlängst eine ähnliche Erfahrung, als ich nach langer Zeit wieder mal den Chandos-Brief genau gelesen hatte und zu folgender Stelle kam:

Die hinterlassenen Aufzeichnungen meines Großvaters, des Herzogs von Exeter, über seine Negoziationen mit Frankreich und Portugal gaben mir eine Art von Grundlage. Und aus dem Sallust floß in jenen glücklichen belebten Tagen wie durch nie verstopfte Röhren die Erkenntnis der Form in mich herüber, jener tiefen wahren inneren Form, die jenseits des Geheges der rhetorischen Kunststücke erst geahnt werden kann, die, von welcher man nicht mehr sagen kann, daß sie das Stoffliche anordne, denn sie durchdringt es, sie hebt es auf und schafft Dichtung und Wahrheit zugleich, ein Widerspiel ewiger Kräfte, ein Ding, herrlich wie Musik und Algebra. Dies war mein Lieblingsplan.

Wenn der Brief 1603 an Francis Bacon geschrieben worden sein soll, dann kann der Grossvater des 26jährigen Lord Chandos, des jüngeren Sohns des Earl of Bath, unmöglich John Holland, der 2. Duque of Exeter, gewesen sein, der angeblich in zweiter Ehe 1439 Beatriz de Portugal (1386-1447), Bastardtochter von König João I und Inês Pires, geheiratet haben soll. Und auch nicht dessen Sohn Henry Holland (1430-75), der 3.Duque, der ja nur eine Tochter Anne Holland hatte. Es fehlen da noch über hundert Jahre. Von welchem Herzog von Exeter ist da wohl die Rede?

Castanheira Barros: «Ich habe ein Projekt»

Die Vielsprachigkeit als politische Showeinlage - soweit ist es in Portugal mit einer Bildungspolitik für Europa gekommen, die nicht ernst genommen wird. Der Kommentator SIC erkennt noch, dass es sich bei "I have a project" wohl um eine Version von "I have a dream" handelt. Aber dann fällt ihm nur noch ABBA bei Eurovision ein und nicht Martin Luther King im August 1963. Das spicht genauso Bände für die portugiesische «Konversationskultur» (wie schön sagte doch unlängst Teixeira dos Santos: money for the boys) wie der Schnellschuss von Jorge Bruno da Costa in seinem Blog «Por Tudo e Por nada» unter dem Titel «O poliglotismo de Castanheira Barros»:

A per­for­mance deste pu­ta­tivo chal­lenger no con­gresso do PSD mais pa­recia um da­queles freak shows de stand-​up co­medy que não roubam gar­ga­lhadas, antes an­te­cipam bo­cejos e põem con­gres­sistas às ca­be­çadas no vazio: um flop.
Cas­ta­nheira Barros quis mos­trar que está aí para as curvas; e se o outro tra­tava todos os lí­deres eu­ro­peus por Tu ("you") e o outro ha­blava español en las hu­eras, Cas­ta­nheira Barros mos­trou que tem um plano, que, pelo que se de­pre­ende, passa por re­pro­duzir em todas as lín­guas do mundo a ex­pressão: "eu tenho um pro­jecto, I have a pro­ject, j'ai un plan, tengo un plano".

Oh, Bruno, não estás muito longe da «Aufsteh-Komödie» da tua vítima. O teu português ironicamente americanizado faz bocejar e não sei se é pensado para ser engraçado que entre "todas as línguas do mundo" falta precisamente o alemão que o próprio Castanheira Barros mais salientou ("Ich habe ein Projekt") por ter feito a sua pós-graduação na Alemanha. Será que o Bruno não sabe alemão? Dann ist es Zeit, dass er ein Projekt hat.

Samstag, März 13, 2010

Fundgrube Populärkultur


Kürzlich habe ich per Zufall den Blog (oder besser: Gruppe von Blogs) unter dem Motto «Portugal através do Mundo» entdeckt.
Obwohl "Alemanha" kein besonders ergiebiger Deskriptor ist und oft in französischer Übersetzung erscheint, finden sich immerhin 21 Einträge hauptsächlich der Populärkultur. Von Film, Schlager bis hin zur Autowerbung in der urbanen Landschaft Lissabons findet man viel Vergessenes und Unbekanntes von den Vierziger Jahren bis zur Gegenwart.





Eine Fundgrube für zukünftige Estudos Luso-alemães...

Sonntag, Januar 31, 2010

Portugiesische Leser von Musils «Mann ohne Eigenschaften»

Der Designer Henrique Cayatte lässt sich nicht gerne von dem Gedanken des «besten Buches der Welt» leiten, bekennt er gegenüber dem Diário de Notícias ("Uma colecção de design, intercalada com grandes clássicos da literatura", Samstagsausgabe 30.1.2010). Allerdings betrachte er den Roman Der Mann ohne Eigenschaften von Robert Musil als Referenzwerk. Er habe das Glück gehabt, für die portugiesische Ausgabe das Design zu machen.

Das erinnert mich an den «Tag des Buches» 2003, als Eduardo Prado Coelho in einem Programm der SIC hartnäckig nach seinem «Lebensbuch» gefragt wurde (natürlich wollte der Journalist ein Werk portugiesischer Literatur zur Antwort): "Wenn Sie darauf bestehen, dann vielleicht Der Mann ohne Eigenschaften...

Samstag, Januar 09, 2010

Die Fälscher kommen wieder...


Am 25. Februar 2008 fragte Gabriel in diesem Blog, wann endlich Die Fälscher in Portugal zu sehen sein würden. Knapp ein Jahr nach der Weltprämiere im März 2007 kam der Film dann hierzulande in die Kinos, ohne nennenswertes Echo hervorzurufen.
Es fehlte nicht an kritischen Stimmen:

“É um exagero ter dado a este título austríaco o Óscar de Melhor Filme Estrangeiro. Mas a realização de Stefan Ruzowitsky tem o mérito da contenção”

João Lopes, Diário de Notícias

“(...) um filme que, apesar dos clichês do género, tem uma forte componente dramática e um suspense bem trabalhado, reforçado por um trabalho de fotografia eficaz, a que se junta um convincente grupo de actores”
Manuel Cintra Ferreira, Expresso

“(...) não se trata de nenhuma obra-prima. É uma excelente história num contexto histórico (...) mas que, cinematograficamente, talvez precise de se reinventar para que o futuro não o banalize”
Ana Markl, Sol

Wer den Film noch nicht gesehen hat oder nochmal sehen möchte: vom 9. bis 15.Januar kommt er in der Reihe Filme de Culto wieder ins Bragashopping, jeweils 19.15 Uhr.

Dienstag, Dezember 29, 2009

Performance / Performanz


VII. FAGE TAGUNG in Zusammenarbeit mit APEG

16.-18. September 2010, Universitat de València (Valencia, Spanien)

Ähnliche Begriffe, unterschiedliche Konzepte. Immer stärker wird in den Geisteswissenschaften das Augenmerk auf den Prozess und nicht das Resultat gerichtet. Die Länder der Europäischen Gemeinschaft sehen das „lifelong learning“ als eines ihrer wesentlichen Ziele an, damit wir den schnellen Veränderungen in unserer Umwelt folgen können. Körper, Raum, Stimme lösen die Vision einer Objekt-Subjekt orientierten Welt ab. Die sich ergänzenden, aber auch widersprüchlichen Definitionen der Begriffe Performance und Performanz sollen Anlass für produktive Deutungen und Auseinandersetzungen geben und vor allem zu weiteren Gedanken und Handlungen anregen.

Themenvorschläge und Exposé (200-250 Worte) werden bis zum 15. Januar 2010 als Word-Dokument erbeten an die jeweilige/n Sektionsleiter/in und an die Tagungskoordinatorin Brigitte Jirku.

Information zu Sektionen aus der Literatur-, Kultur-, Translations- und Sprachwissenschaft sowie Kontakte auf der Webseite der APEG.

Montag, Dezember 28, 2009

10 Jahre DUALE Hotelfachausbildung in Portimão

Im November wurde das Jubiläum im Pestana Hotel Alvor Praia festlich begangen. Dabei hatten die geladenen Gäste aus Tourismus, Wirtschaft und Bildung Gelegenheit, sich über das Ausbildungsangebot der 3 Zentren von DUAL (Porto, Lissabon und Portimão) zu informieren, sowie die Zeit zum Networking und zum Gespräch mit ehemaligen Kollegen oder Alumni zu nutzen.

Hans-Joachim Böhmer, Geschäftsführendes Vorstandsmitglied der Deutsch-Portugiesischen Industrie- und Handelskammer (DPIHK) kündigte die Erweiterung des Ausbildungsangebotes im Centro DUAL Portimão an: ab dem Jahr 2010 wird die Ausbildung zum Hotelfachmann erstmalig auch auf Portugiesisch angeboten.

Luís Tavares, Vizepräsident von Turismo do Algarve, betonte die Bedeutung qualifizierter Fachkräfte für den in Portugal bedeutenden Wirtschaftsfaktor Tourismus und lobte die besondere Initiative der DPIHK im Bereich der Berufsqualifizierung.

Die Leiterin von DUAL, Bernadette Dambacher, dankte der Koordinatorin des Centro DUAL Portimão, Anabela Baptista, herzlich für Ihre Verdienste.

Pünktlich zum 10-jährigen erschien auch das Kochbuch DUAL CULINÁRIA. Die Zusammenstellung ausgewählter kulinarischer Leckerbissen aus Portugal wurde von Auszubildenden, Ausbildungsbetrieben, Lehrern und Chefköchen zusammengestellt: neben deftigen Fleischgerichten eine große Auswahl an Rezepten mit Fisch und Meeresfrüchten. Viel Vergnügen beim Nachkochen sowie beim kulinarischen und kulturellen Streifzug durch Portugal.

DUAL CULINÁRIA ist ab sofort in allen drei Zentren von DUAL für 10€ erhältlich.

Diese Nachricht ist willkommene Gelegenheit, noch vor Jahresende ein Link auf die Seite der DPIHK / CCILA zu legen, wo sich weitere Informationen finden.

Zum Neuen Jahr 2010

Im Laufe des Jahres 2009 wurden 22 Posts in diesen Blog gestellt. Damit ist dieses Jahr das aktivste dieses Blogs. Doch leider stammen 20 Posts von einer einzigen Person. Ich hoffe, das ändert sich im neuen Jahr.

Viel Freude, Gesundheit & Erfolg

Guten Rutsch ins Jahr 2010

Freitag, November 27, 2009

Die Verbindung Braga - Hamburg

Peter Kojs elektronischen Rundbrief zur Portugal-Post (schon die Nummer 46!) nehme ich zum Anlass, um endlich den Link zur Portugiesisch-Hanseatischen Gesellschaft in diesen Blog aufzunehmen. Das hatte ich schon lange vor.

Immer wieder schmökere ich in den Artikeln des gut sortierten Archivs der Portugal-Post, um Wissenswertes zu den Deutsch-Portugiesischen Beziehungen zu erfahren - man findet da so manchen interessanten Lebenslauf zwischen den Kulturen.

Die Beziehung der Bragenser Germanistik zur Hamburger Lusitanistik ist besonders dicht, was die Dozenten- und Studentenschaft betrifft. Das muss einmal gesagt werden. Natürlich in der Hoffung, dass so eine Erklärung auch diesen Blog weiter belebt. Ich erinnere nur an verschiedene frühere und jetzige Mestrado-Studenten mit Hamburger Lebens- und Studierhintergrund wie Claudia Breitbarth (Lektorin Braga), Sofia Unkart (Lektorin HH), Carina Eira und Gabriel Lourenço Silva, dem Initiator dieses Blogs.

Zu Eduardo Lourenço als Lektor an der Hamburger Universität habe ich schon in einem früheren Post geschrieben. Ich glaube, das letzte Mal war ich selbst im Dezember 2007 zum Torga-Kolloquium dort.


Notiz am Rande des lusitanischen Hamburgs: am S-Bahnhof-Dammtor kann man sich echte natas schmecken lassen!





Die 1854 in Thüringen gebürtige Romanisitin Luise Ey gab nach ihrer Rückkehr aus Portugal von 1909 an in Hamburg Portugiesischunterricht. Zunächst am Kolonialinstitut, später an der frisch gegründeten Universität (1919 bis 1923). Sie hatte sich in Porto mit Carolina Michaëlis befreundet, der 1923 die Universität Hamburg die Ehrendoktorwürde verlieh. Leider hatte ich jetzt keine Zeit, zum Kolloquium zu Carolina Michaëlis und Joaquim Vasconcelos (19. bis 21. November) nach Porto zu fahren.

Spätestens zum 2. Intensivseminar des MneGIC-Projekts im Mai 2010 werden Dozenten und Studenten aus Hamburg und Braga wieder ausgiebig ins Gespräch kommen - diesmal im sonnigen Salerno, dort wo die Zitronen blühn...

Sonntag, November 08, 2009

Schwanengesang

Am Freitag, den 6. November fand ein Schubert-Liederabend im gut gefüllten Salão Nobre des Edifício dos Congregados (UM, Avenida Central) statt, der zugleich das kulturelle Beiprogramm zum APEG-Forum Neue Germanistische Studien / German Studies bildete.





Der rüstige Bariton Oliveira Lopes beeindruckte durch seine Stimm- und Gedächtnisstärke, als er ohne jede Texthilfe überzeugend die Lieder in den verschiedenen Stillagen sicher interpretierte, begleitet von Luís Pipa am Piano. "Schubert ist mein Leben", bekannte Oliveira Lopes mir danach, während er Programmhefte (mit dem Bildmotiv von Caspar David Friedrichs «Eismeer») für die zahlreichen Bewunderer signierte - denn einige hatten ihn schon vor vierzig, dreissig Jahren in ihrer Kindheit oder Jugend gehört!

Er erinnerte sich daran, dass er bereits 1965 von Curt Meyer-Clason (damaliger Direktor de Goethe-Instituts Lissabon) eingeladen wurde, und vor 20 Jahren - zu der Zeit, als die Mauer fiel - , von Bettina Kern (damalige Attachée für Kultur der Botschaft der Bundesrepublik Deutschland). Auch diesmal hat die Botschaft wesentlich zum Gelingen beigetragen.


Foto aus der kurzen Reportage im ComUM.

Liederabende des deutschsprachigen Liedes haben mittlerweile einen festen Platz im kulturellen Angebot der Stadt Braga. Es sei nur an Die Schöne Müllerin mit Manuel Pedro Nunes (Bariton) und Paule Grimaldi am Klavier erinnert (Museu Nogueira da Silva, 26. Mai 2007) und am selben Ort und mit denselben Interpreten Lieder von Robert Schumann und Hugo Wolf zu Gedichten Joseph von Eichendorffs (Hommage Prof. Erwin Koller, 24. November 2007). Und erneut Robert Schumanns Dichterliebe mit dem Tenor Marcos Santos und Paule Grimaldi am Klavier in der «Museumsnacht» vom 16.Mai 2009 (siehe Post).

Die Mauer fiel - 20 Jahre danach

natürlich kann dieser Blog nicht schweigend über die weltweit verstreuten Gedenkveranstaltungen hinweg gehen. Ich selbst bin bisher nicht dazu gekommen etwas rein zu setzen, weil ich das APEG-Forum Neue Germanistische Studien / German Studies vorbereiten musste, das vom 6. bis 7. November erfolgreich über die Bühne gegangen ist. Ein herzliches Dankeschön an alle Beteiligten, die zu diesem Erfolg beigetragen haben.

Morgen wird es auch an der Universidade do Minho (ILCH - Sala de Actos) eine Gedenkveranstaltung geben:

14h00: The Fall of the Berlin Wall. From Divided Germany to Reunification (Doku von Jens Nicolai, Spiegel TV & DW-TV, Deutsche Welle, 2009) [30 min.]

Vorträge [Moderation: Prof. Dr. Mário Matos, Direktor des DEGE]

14h30 - Dr.ª Nadejda Nagovitsina Machado (Universidade do Minho, DEGE):
Perestroika: olhares de vivência?

15h00 - Dr. Sérgio Lorré:
20 anos sem Muro – Vivências berlinenses em 1989 [Apresentação de livro com fotos]

15h30 - Prof. Dr. Miguel Bandeira (Universidade do Minho, ICS):
O Teatro do Mundo - expedição histórica Lisboa-Berlim (28 de Dezembro de 1989)
[com apresentação de um diaporama de testemunho pessoal]

16h00-16h30 – Kaffeepause

16h30: Dr.ª Claudia Breitbarth (Universidade do Minho, DEGE): O Leste que num instante se tornou Oeste

17h00 Prof.ª Drª Teresa Pinheiro (Universität Chemnitz): Discursos memorialistas em torno dos 20 anos da Queda do Muro de Berlim

Postdata: Ausgehend von dieser Veranstaltung und der Ausstellung Ortszeit im Museu D.Diogo de Sousa hat der Kanal UP eine zweiteilige Produktion mit kurzen Interviews gemacht. Über das Buch von Sérgio Lorré.